← Zurück zur Übersicht
17.05.2026
RAV & Ämter

RAV Zwischenverdienst Schweiz: So profitierst du finanziell

Lohnt sich ein Zwischenverdienst beim RAV? Erfahre, wie er berechnet wird, welche Vorteile er bietet und worauf du bei der Abrechnung in der Schweiz achten musst.

Nahaufnahme eines Taschenrechners und einer Schweizer Franken Münze auf einem Holztisch, dunkel mit mintgrünen Akzenten
Leseformat

Wer in der Schweiz arbeitslos gemeldet ist und Taggelder der Arbeitslosenversicherung (ALV) bezieht, stolpert früher oder später über den Begriff "Zwischenverdienst". Viele Stellensuchende sind unsicher: Lohnt es sich überhaupt, während der Arbeitslosigkeit einen befristeten Job oder ein Teilzeitpensum anzunehmen? Werden mir die Einnahmen einfach vom Taggeld abgezogen?

Die gute Nachricht vorweg: Ein Zwischenverdienst lohnt sich in der Schweiz fast immer — sowohl finanziell als auch für deinen Lebenslauf. In diesem Artikel des PARAT Magazin schauen wir uns an, wie das System genau funktioniert und worauf du achten musst.

Was genau ist ein Zwischenverdienst?

Als Zwischenverdienst gilt jedes Einkommen aus unselbstständiger oder selbstständiger Erwerbstätigkeit, das du während deiner gemeldeten Arbeitslosigkeit erzielst. Das kann ein temporärer Einsatz, ein Teilzeitjob, ein bezahltes Praktikum oder auch ein gelegentlicher Aushilfsjob sein.

Wichtig ist: Der Verdienst muss orts- und branchenüblich sein. Du darfst also nicht zu einem Dumpinglohn arbeiten, nur um beschäftigt zu sein. Dein RAV-Berater oder deine RAV-Beraterin wird dies im Vorfeld prüfen.

Warum sich ein Zwischenverdienst für dich lohnt

Viele denken fälschlicherweise, dass sie durch einen Nebenjob am Ende gleich viel oder sogar weniger Geld haben, weil die ALV die Taggelder kürzt. Das Gegenteil ist der Fall:

  1. Mehr Geld im Portemonnaie: Du hast am Ende des Monats immer ein höheres Gesamteinkommen (Zwischenverdienst + Kompensationszahlung der ALV) als wenn du ausschliesslich Arbeitslosengeld beziehen würdest.
  2. Neue Beitragszeit: Während du einen Zwischenverdienst erzielst, zahlst du weiterhin in die ALV ein. Dadurch kannst du dir neue Taggeldansprüche für die Zukunft erarbeiten.
  3. Lebenslauf-Boost: Ein Zwischenverdienst verhindert Lücken in deinem Lebenslauf und zeigt zukünftigen Arbeitgebern, dass du aktiv bist und Initiative ergreifst. Oft ergeben sich aus temporären Einsätzen auch Festanstellungen.

Person arbeitet an einem Laptop im Büro mit Diagrammen im Hintergrund

So wird der Zwischenverdienst abgerechnet

Das System der ALV ist darauf ausgelegt, dich zu belohnen, wenn du arbeitest. Die Rechnung funktioniert grob so:

Die Arbeitslosenkasse zieht deinen erzielten Zwischenverdienst von deinem versicherten Verdienst ab. Die Differenz nennt sich "Verdienstausfall". Von diesem Ausfall erhältst du dann deinen regulären Taggeldsatz (in der Regel 70% oder 80%).

Wichtig für die Praxis: Du musst den Zwischenverdienst korrekt abrechnen.

  • Fülle das Formular "Bescheinigung über Zwischenverdienst" aus und lasse es von deinem (temporären) Arbeitgeber unterschreiben.
  • Reiche das Formular zusammen mit deinen monatlichen Stellenbemühungen rechtzeitig bei deiner Arbeitslosenkasse ein.

PARAT hilft dir bei der RAV-Dokumentation

Wenn du neben deinem Zwischenverdienst weiterhin auf Stellensuche bist, musst du deine Bemühungen wie gewohnt dem RAV nachweisen. Mit dem PARAT RAV-Tracking behältst du den Überblick. Du kannst alle deine Bewerbungen zentral erfassen, mit einem Klick das offizielle SECO-Formular generieren und dir den mühsamen Papierkram sparen. So hast du mehr Zeit, dich auf deinen Zwischenverdienst und echte Job-Chancen zu konzentrieren.

Fazit: Keine Angst vor dem Zwischenverdienst

Ein Zwischenverdienst ist eine hervorragende Möglichkeit, deine Finanzen aufzubessern, wertvolle Kontakte zu knüpfen und im Arbeitsmarkt präsent zu bleiben. Besprich deine Pläne frühzeitig mit deiner RAV-Personalberatung, damit die Formalitäten reibungslos klappen.